Neue Kurse in Qigong und Taijiquan

Wir können mit Qigong und Taijiquan den Kopf beruhigen, abschalten und gleichzeitig aktiv den Körper kräftigen.

 

Das fühlt sich gut an und ist außerdem gesundheitlich förderlich.

 

Neue Kurse: www.taiji-dao-husum.de

ab 09.01.2017

 

 

 

Vorankündigung:

Neuer Intensivkurs: Qigong und "Meer" vom 20.04.-23.04.2017

Stressbewältigung mit Qigong und Achtsamkeit

Qigong und "Meer" auf Syl

 

Timeout statt Burnout auf Sylt
Mit Qigong und Achtsamkeit eine Auszeit auf Sylt genießen; sie können die Ursachen von Stress erkennen und bekommen Angebote für den Alltag zur Bewältigung mit bewährten Methoden.
Flyer 2017.pdf
PDF-Dokument [2.0 MB]

80 Prozent aller Rücken-OPs sind überflüssig

Das behauptet Dr. Martin Marianowicz, Wirbelsäulenspezialist aus München. In Deutschland werden jährlich 300.000 Rücken operiert, pro Kopf dreimal so viel wie in England, doppelt so viel wie in Frankreich. 40 bis 45 Prozent der Operationen bringen nicht den gewünschten Erfolg.

“Die wichtigsten Verbündeten bei der Behandlung sind die Zeit und die Natur, denn 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle heilen folgenlos ab. Und wenn man wie wir ein über lange Jahre entwickeltes Konzept haben, das konsequent auf sanfte und minimal-invasive Therapiemethoden ausgerichtet ist, lassen sich 80 Prozent aller Rückenoperationen vermeiden,” sagt Marianowicz in einem Interview (Die Welt 3.9.2010)

Vielen Patienten könne schon mit Muskelaufbau oder Entspannungstraining, mit Physiotherapie oder Osteopathie geholfen werden. „Unsere schnelle Diagnostik führt zu schneller Übertherapie.“

Röntgen eines degenerativen Rückenleidens sei Körperverletzung, so Marianowicz. Man könne damit Brüche erkennen, aber keine Schmerzen. Beim Kernspin sei es ähnlich, denn 45 Prozent aller 50-Jährigen haben altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, bei 70-Jährigen seien es schon 90 Prozent. “Wenn der Körper nicht die Fähigkeit hätte, sich mit solchen Veränderungen zu arrangieren, könnten wir alle ab 60 nicht mehr laufen”. Man operiere zu oft Bilder, nicht Menschen.

Marianowicz: “Die Behauptung, Akupunktur helfe nicht, zeigt die westliche Arroganz gegenüber einem Heilverfahren, mit dem seit zweieinhalb tausend Jahren behandelt wird und dass sich aus dem Leben heraus eigentlich bestätigt hat.” Er mache sich alles zunutze, was dem Patienten hilft, auch Akupunktur und Osteopathie. Die chinesische Tuina-Massage muss in diesem Zusammenhang auch noch erwähnt werden.

Die groß angelegte und teilweise von den Krankenkassen finanzierte Gerac-Studie hatte klar bewiesen: Bei rund 48 Prozent der TCM-Behandelten hatten sich Rückenschmerzen und -beweglichkeit nach sechs Monaten deutlich gebessert. Insgesamt wirkten die Akupunkturnadeln deutlich besser als die klassische Therapie, denn nur nur 27 Prozent der Patienten verspürten darüber eine Besserung.

http://www.dergelbekaiser.de/artikel/praevention/177-80-prozent-aller-ruecken-ops-sind-ueberfluessig

Natürliche Vitamine 

Stellungnahme zur Greenpeacestudie: "Chinesische Heilkräuter in Deutschland mit Pestiziden belastet."

 

Centrum für Therapiesicherheit in der Chinesischen Arzneitherapie (CTCA), Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA),
Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für TCM (DWGTCM), Societas Medicinae Sinensis (SMS)

Greenpeace veröffentlichte kürzlich eine Studie zur Qualität chinesischer Arzneidrogen. Diese beinhaltete eine Untersuchung auf Pestizidrückstände von 7 verschiedenen Drogen, von welchen Proben aus verschiedenen westlichen Ländern getestet wurden. Für Deutschland wurden 5 Proben untersucht. Das Resultat: „In Deutschland hat Greenpeace 38 unterschiedliche Pestizide in gerade mal fünf Proben gefunden. In 23 Fällen lagen die gefundenen Rückstände über der gesetzlichen Höchstmenge.“

Da gibt es nichts zu beschönigen! Die Werte für die anderen Länder sahen nicht besser aus: http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/chinesische_heilkraeut er_in_deutschland_mit_pestiziden_belastet/

Die Studie sorgte für einige Irritationen unter TCM-Therapeuten und in der Öffentlichkeit.

Sind die gefundenen Werte für in Deutschland vertriebene chinesische Arzneidrogen repräsentativ?

Lydia Buhn, die als PTA in der TCM-Abteilung der Friedrichstadt-Apotheke in Berlin arbeitet, hat die Details der Greenpeacestudie für Deutschland dankenswerterweise recherchiert. Danach stammten die 5 Proben aus Deutschland sämtlich von der Firma Three Coconut Tree. „Three Coconut Tree ist in Deutschland und Europa gemeldet. Die Anmeldung bzw. Registrierung finden Sie hier: Handelsregister tmdb.de . Eingetragen ist die Firma als ein Tochterunternehmen der AsRopa Food GmbH, einem Lebensmittelhandel. Außerdem sieht man bei tmdb.de, dass die Three Coconut Tree für viele Produktarten eintragen ist, nicht jedoch für pharmazeutische Produkte. Die Firma vertreibt hauptsächlich Lebensmittel über China-Supermärkte in Deutschland und Europa, sowie bei amazon.de oder indomarkt.de.“

Wir stellen damit fest: Die Firma Three Coconut Tree ist eine Firma aus dem Lebensmittelhandelbereich, die natürliche Produkte vertreibt, die unter dem Label Lebensmittel laufen. Bei den getesteten Produkten handelt es sich um folgende: Gojibeeren, chinesische Datteln, Lonicera (Pflanzenteil nicht genannt, vermutlich Blüten), Bulbus Lili und Chrysanthemum (Pflanzenteil nicht genannt, vermutlich Blüten). Diese Produkte können sowohl als Arzneimittel wie auch als Lebensmittel Verwendung finden. Falls sie mit der Zweckbestimmung zur Heilung oder Linderung von Krankheiten vertrieben werden, handelt es sich um Arzneimittel, die, wenn sie mit verkehrsüblichen deutschen Namen vertrieben werden, unter die Ausnahme- regelung von der Apothekenpflicht fallen könnten. Im Internet ist die Firma Three Coconut Tree derzeit aber nur mit reinen Lebensmitteln, wie Reis oder Zitronenblättern zu finden. Ob die potenziell auch als Arzneimittel Verwendung findenden Pflanzenprodukte nach Erscheinen der Greenpeace-Studie evt. gelöscht wurden, kann nicht mehr nachvollzogen werden. In jedem Fall kann man sagen:

Resümee

Die Produkte der Firma Three Coconut Tree haben mit der Praxis der Chinesischen Arzneitherapie in Deutschland so gut wie nichts gemeinsam. Kaum ein deutscher TCM-Therapeut dürfte diese Firma kennen, geschweige denn seinen Patienten empfehlen. Warum Greenpeace ausgerechnet und allein Produkte von dieser Firma für den Test auswählte, ist nicht nachvollziehbar.

Soweit Naturprodukte für Heilzwecke eingesetzt werden, sind sie nach der Gesetzeslage Arzneimittel, die ganz überwiegend unter die Apothekenpflicht fallen. Ein Vertreib von Arzneimitteln außerhalb von Apotheken ist in Deutschland (bis auf wenige Ausnahmen) illegal. Die Apotheken sind staatlich verpflichtet, für jede von ihnen vertriebene Charge, soweit es sich nicht um Fertigarzneimittel handelt, Zertifikate von anerkannten europäischen Laboren vorzuhalten, die die Unbedenklichkeit hinsichtlich Pestizidrückständen, Schwermetallgehalte und (für bestimmte Produkte) der Aflatoxinbelastung belegen. Zusätzlich muss die Identität geprüft werden. Das Einhalten dieser Verpflichtungen wird von den Behörden überprüft.

Seriöse Therapeuten und Gesellschaften für Chinesische Medizin empfehlen seit jeher den Bezug von Rohdrogen und Granulaten ausschließlich über spezialisierte Apotheken.

Die letzten veröffentlichten Überprüfungen von Pestizidrückständen in chinesischen Arzneidrogen für Deutschland, die uns bekannt sind, liegen schon länger zurück und stammen vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker in Eschborn [1,2]. Dabei fand sich eine einzige mäßige Überschreitung eines Pestizidgrenzwertes. Allerdings fielen in einigen Fällen überhöhte Schwermetallgehalte auf. Es ist davon auszugehen, dass sich die Qualität der Drogen inzwischen im Zuge wachsender Sensibilitäten von verschiedenen Seiten eher verbessert als verschlechtert hat. Nach unserer Einschätzung kann man sich in aller Regel auf die Qualität spezialisierter deutscher Apotheken verlassen. Da es aber auch schwarze Schafe geben kann, ist die Wahl der Apotheke Vertrauenssache. Im Zweifelsfall sollte man sich die Zertifikate bestellter Ware zeigen lassen. Bei auffallend niedrigen Preisen ist Skepsis angebracht. Wer chinesische Arzneidrogen oder Granulate außerhalb von deutschen Apotheken* bestellt, geht ein erhebliches Sicherheitsrisiko ein, von dessen Ausmaß die Greenpeacestudie einen Eindruck vermittelt.

[1] Ihrig M, Ali SL. Qualität von Drogen der Traditionellen Chinesischen Medizin (2001). Pharm Ztg 146(43): 416-22

[2] Ihrig M et al.. Qualitätsmängel bei TCM-Drogen (2004). Pharm Ztg 149: 3776-84

*In der Schweiz gibt es auch staatlich lizenzierte Lieferanten, von denen auch aus Deutschland bestellt wird, die den gleichen Qualitätsnormen unterliegen wie deutsche Apotheken.